Eidechsen

Eidechsen

Die kleinen flinken Eidechsen, die in Europa, Afrika und Asien verbreitet sind, unterteilen sich in verschiedene Unterarten. In Europa sind die Berg- bzw. Waldeidechse, mit ihrem kurzen Schwanz, die kräftige Zauneidechse, die grünliche Smaragdeidechse, das europäische Schlangenauge und die bräunliche Mauereidechse heimisch.

Sie leben in Wäldern, auf Wiesen, in Mooren, in Dünen und in Steinbiotopen. Auch findet man sie an Bachrändern und Böschungen, wobei man männliche Eidechsen durch ihre auffälligeren Färbungen und ihre höhere Aktivität eher entdecken kann.

Die meist ortsfesten Eidechsen nennen ein bestimmtes Territorium, das auch verteidigt werden muss, ihr Eigen. Die Männchen sind dabei deutlich kampflustiger, als die Weibchen. Mit dem Kiefer versuchen sie den Gegner zu beißen, bis dieser demütig den Rückzug antritt.

Eidechsen sind wechselwarme Reptilien, das bedeutet, dass sie ihre Körpertemperatur durch äußere Einflüsse regulieren. Daher kann man sie oft bei ihrer Lieblingsbeschäftigung, beim Sonnenbaden, beobachten. Sie legen sich auf von der Sonne aufgeladene Steine und genießen die Wärme. Wird es ihnen zu warm, so ziehen sie sich in den Schatten zurück.

Im Winter halten sie eine Winterstarre. Sie verstecken sich in Stein- oder Holzspalten, in denen es mehr als 3 Grad Celsius hat, und wachen erst wieder auf, wenn es wärmer wird.

Eidechsen ernähren sich von Spinnen, Insekten und Würmern. Auch Raupen, Asseln, Schnecken, Käfer, Wespen und Vogeleier stehen auf dem Speiseplan. Bei Gelegenheit werden sogar die kleinen Nachkömmlinge anderer Eidechsen als Futter angesehen. Ihre Beute spüren die Eidechsen mit ihren Augen und Ohren auf.

Eidechsenweibchen legen meist zwei Mal im Jahr, ungefähr zehn Tage nach der Befruchtung durch das Männchen, sechs bis zwölf weiche Eier, die pergamentartige Schalen haben, in die Erde oder in den Sand.

Eidechse

In der freien Natur werden Eidechsen meist nicht älter als sechs Jahre. In Terrarien können sie sogar bis zu zwölf Jahre alt werden.

Die gefürchteten Feinde der Eidechsen sind die europäischen Schlangen, kleine Säugetiere, Hühner, Raben und Greifvögel, vor allem aber der Mensch.

Eidechsen, insbesondere die Smaragdeidechsen, sind in ihrem Bestand stark gefährdet, da viele Bereiche ihrer Lebensräume durch Eingriffe der Menschen zerstört werden. Biotope werden durch Flurbereinigungen immer seltener. So wird die natürliche Umgebung der Eidechsen leider stark beeinträchtigt.