Die Fortpflanzung von Eidechsen

Über die Geschlechtsreife von Eidechsen können keine genauen Angaben gemacht werden, da Eidechsen schon in der Zeit des ersten oder zweiten Winters geschlechtsreif sein können. Allerdings kann die Geschlechtsreife bei Eidechsen auch erst nach dem zweiten Winter auftreten.
Einen Anhaltspunkt über die Geschlechtsreife gibt jedoch die Größe der Eidechsen, da in der Phase, in welcher die Geschlechtsreife eintritt, ebenso die Zeit des Hauptwachstums ist. Ist die Geschlechtsreife erreicht, beginnt im darauf folgenden Frühjahr die Paarungszeit, in der die Männchen eine auffällig grüne Farbe annehmen.
Vor allem das Territorialverhalten ist in der Zeit der Paarung bei Eidechsen sehr ausgeprägt. Um ihr Revier in der Paarungszeit zu verteidigen drohen die Männchen anderen Männchen. Zeigt dies keine Wirkung, kämpfen die Männchen untereinander und die Verlierer tragen oft schwere Wunden im Kopfbereich davon.
Die Weibchen bevorzugen in der Regel einen sehr großen Partner. Die Balz wird genau wie das Verteidigen eines Reviers durchgeführt, allerdings in etwas abgeschwächter Form. Die Paarungsbereitschaft eines Weibchens zeigt sich durch die demütige Geste des so genannten Tretelns. Hierbei hebt das Weibchen ihren Kopf und Vorderkörper und tritt auf der Stelle, während ihr Körper dem des Männchens abgewandt ist.
Bei der direkten Paarung führt das Männchen einen der Hemipenes in die Kloake des Weibchens ein. Nun vergehen bis zur Ablage der Eier rund 10 Tage. Die etwa 6 Eier, welche ein Eidechsenweibchen legt (ältere Weibchen können mehr Eier legen), sind pergamentartig und weich und werden einige Zentimeter in der Erde abgelegt.
Die Ablageplätze variieren je nach Umgebung, denn die Eier müssen in einer Umgebung optimaler Bedingungen abgelegt werden. Oftmals werden die Eier im Sand abgelegt.
Die Eier in freier Wildbahn sind meist alle befruchtet, während es in Gefangenschaft vorkommen kann, dass nicht ein einziges Ei befruchtet wird. Je nach Temperatur entwickeln sich die Eier in einer Zeit zwischen 40 und 120 Tagen. Die Entwicklung wird hierbei durch höhere Temperaturen beschleunigt.
Zudem spielt die Feuchtigkeit des Bodens eine tragende Rolle, denn die Eier können nur einen Tag ohne Kontaktwasser auskommen, ohne auszutrocknen. Die Jungeidechsen schlüpfen in der Regel zwischen Mitte August bis zum Anfang des Septembers. Der Vorgang des Schlüpfens kann von Stunden bis hin zu einem Tag dauern.
Der Dank für diesen Artikel geht an Doris und ihre Webseite über das Kartenlegen.
